„Mehr Mut für unser ‚Wiener Blut’ – Zu viel Fremdes tut niemandem gut“ reimt die FPÖ zum Wiener Wahlauftakt und ist, mal wieder in jenem Nazi Jargon angelangt, der anscheinend immer noch möglich ist, wenn in Österreich gewählt wird. Rassismus und Verhetzung, Fremdenfeindlichkeit gehören und gehörten zum politischen Werkzeug der rechten Parteien in Österreich. Das Strickmuster ist bewährt und wird immer wieder verwendet – man sorgt für Aufregung – Blut&Bodenparolengeplärre – dann wird beschwichtigt und verharmlost. Im Frühjahr sorgte bei der Wahl zur Bauernkammer die Salzburger FPÖ mit dem Slogan „Reinrassig und echt“ für einen feinen Aufreger und in Vorarlberg beim Landtagswahlkampf wurde der Direktor des Jüdischen Museums in Hohenems als „Exil-Jude aus Amerika“ beschimpft. Die letzte Nationalratswahl ist nicht vergessen, da dröhnte das Nazijargonpack: „Pummerin statt Muezzin“, „Daham statt Islam“ oder „Abendland in Christenhand“.
Wieder ist ein Jahr vollbracht und dann wandern alle Beiträge des vergangenen Jahres in’s Archiv um neuen Lesestoff und Ereignissen des Jahres 2008 Platz zu machen. Natürlich wird nichts vernichtet oder verändert. Wer die entsprechenden Buttons (Archivsammlung 2007 und Archiv 2006) anklickt, der kann all das lesen was unsere Autorinnen und Autoren geschrieben haben.
Freundliche Grüße und ein nettes Jahr 2008 wünscht und erhofft das KOSSAWA Team